Berichte von 01/2015

Franz Josef Glacier

Donnerstag, 01.01.2015

Happy New Year!!!

Also schlafen wird ja völlig überbewertet...um 6:35h ging es los Richtung Christchurch, ein Bus "voller" müder Backpacker...nur unser Guide, Carol und Marc waren fit...und ich hatte noch keinen Kaffee!!! Insofern Augen zu und durch. Nach 1,5 Std Powernap haben wir den Flughafen von Christchurch erreicht und ich musste mich nun von Carol, Marc, Swatty und David verabschieden. Gleichwohl sind 4 neue Mitreisende an Bord gekommen: eine Niederländerin, eine Französin und zwei Mädels aus Norwegen.

Nachdem ich mir einen Eimer Kaffee am Flughafen gekauft und auch verputzt hatte, fühlte ich mich gleich wie neugeboren...

Die Fahrt ging weiter Richtung Franz Josef. Wir hatten wieder einige Photostopps während wir durch die atemberaubenden Canterbury Plaints fuhren und den Arthurs Pass, der in Richtung Westküste führt, passierten. Wir überqueren auch die längste einspurige Brücke mit 713 m, die State Highway 6 über den Haast River, die wohl auch evtl. Erdbeben überstehen soll. Neuseeland gehört ja zu den Ländern des pazifischen Raums, die direkt auf dem Pazifischen Feuerring liegen, einem Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umschließt....

Wir haben auch einen Stopp bei den "Castle of Rocks" gemacht, die man auch aus den Filmen "Herr der Ringe" kennt und sind bis zum Gipfel gelaufen, genau richtig für Neujahr .

In Hoktika hatten wir auch einen Stopp. Dieses Dorf ist bekannt für Jade, Greenstone.

Gegen 17 Uhr erreichten wir dann auch Franz Josef und ich erhielt eine kurze Einweisung hinsichtlich der morgigen Tour: Ice Explorer Challenge.

Danach ging es zu unserer Unterkunft: Rainforest Lodge...herrlich!

Nach dem Dinner bin ich dann zu Bett und bin mal wieder aufgeregt und voller Vorfreude eingeschlafen.

 

Ice Explorer Challenge

Freitag, 02.01.2015

Ach wie schön, mal ausschlafen! Um 07:45 h bin ich aufgestanden und nach der Morgentoilette war ich dann von 08:15 - 10 h beim Frühstück. Endlich mal wieder in Ruhe seinen Tee und das Essen genießen!

Danach habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin zum Treffpunkt für die Ice Explorer Challenge zum Franz-Josef gegangen. Dort bekamen wir sehr schicke Schuhe, inkl. Steigeisen und dann ging es mit dem Heli ca. 5 min Flugzeit zum Gletscher.

Nach der Landung wurden wir dann von unserem Guide Laura in Empfang genommen. Sie hat uns erklärt, wie wir die Steigeisen befestigen und welche Regeln wir hier auf der Gletscherzunge beachten müssen. Zum Glück war uns das Wetter wohl gesonnen und wir starteten unsere 3 stündige Tour. Dabei habe ich sehr viele neue Eindrücke, mal wieder, gewonnen.

Während der Tour haben wir auch zwei kleine Lawinenabgänge gesehen, aber v.a. jene zuerst gehört. Danach hatte ich noch mehr Respekt als zuvor.

Zum Schluß sind wir noch ca. 10 min durch eine kleine Gletscherspalte gelaufen; innerhalb von Sekunden war ich total durchgefroren...jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, von jetzt auf gleich ins Gefrierfach gesteckt zu werden.

Unser Pilot holte uns dann mit 10 min Verspätung ab, aber zur Belohnung haben wir uns noch ein leckeres late Lunch im Ortskern bestellt und dieses quasi inhaliert, so hungrig waren wir.

Den Abend habe ich dann im Bett verbracht, da ich seit gestern Nacht mit einer starken Erkältung zu kämpfen habe. Und diejenigen, die mich gut kennen, wissen, dass ich kein Grippostad oder ähnliches nehme....nun ja, Ausnahmen bestätigen die Regeln...ich habe ja noch so viel vor.

Makarora

Samstag, 03.01.2015

Tja, ich bin ziemlich stark erkältet aufgewacht, zum Frühstück getrottet und um 9 h ging es los Richtung Makarora. Den ersten Stopp hatten wir, unweit von Franz Josef, am Lake Matheson, der in Neuseeland meistfotografierteste See.

Auf unserem Weg weiter an der Küste Richtung Süden erleben wir wieder mal tolle Eindrücke, sehen atemberaubende Wasserfälle und fahren über beeindruckende Gebirgspässe.

Kurz vor unserem Ziel in Makarora machen wir noch eine weitere Pause und wandern zu den "Blue Pools", beeindruckendes Farbenspiel.

Gegen 17 h erreichen wir unsere Unterkunft am Fuße des Mount Aspiring Nationalparks. Da es mir im Laufe des Tages immer schlechter ging, habe ich mich nach dem early dinner direkt ins Bett gelegt, in der Hoffnung, dass es mir bald wieder besser geht.

 

Jetboot fahren

Sonntag, 04.01.2015

Nach einer sehr unruhigen und durchhusteten Nacht ging es um 9 h zum Jetbootfahren in Makarora. Wir sind ca. 50 min durch die Canyons gedüst, haben einige U-Turns mit dem Boot gemacht und wer danach noch nicht wach war, dem war auch nicht mehr zu helfen.

Danach haben wir uns gegen 10:30 h auf den Weg in die "Welthauptstadt" des Adrenalins, also nach Queenstown, welches auch die Geburtsttätte des Bungee Jumpings ist, gemacht. Auf dem Weg dorthin machen wir wieder einige Photostopps und unsere Mittagspause verbringen wir im malerischen Städtchen Wanaka. Ein sehr idyllisches Fleckchen Erde direkt am gleichnamigen See.

Nach ca 2 Stunden machen wir uns dann wieder auf den Weg, um noch etwas Zeit in Queenstown verbringen zu können, bevor es zum gemeinsamen Abendessen geht.

Aber es versteht sich von selbst, dass wir noch eine Pause an der berühmten Bungee-Brücke gemacht haben. Sehr beeindruckend den Springern zuzuschauen, aber nichts für mich; dann doch lieber Fallschirmspringen

Nach unserer Ankunft in Queenstown sind Shannon und ich noch ca 2 Std durch die Stadt gelaufen, wobei der Begriff "Stadt" hier etwas fehl am Platz ist. Queenstown hat 14.000 Einwohner, aber es sind täglich fast 30.000 People around...Wahnsinn.

Da hier in Queenstown noch eine zusätzliche Hobbit-Tour angeboten wird, habe ich selbige für den 05.01. um 8 h gebucht...ich entwickele mich hier langsam zum wirklichen Frühaufsteher. Aber wir sind ja auch nur 2 Tage in Queenstown und am 06.01. kommt ja endlich mein großer Tag: der Sky Dive

Da ich immer noch recht angeschlagen bin, bin ich nach dem BBQ gegen 21 h zu Bett und nach der morgigen "Herr der Ringe"-Tour, dürft ihr mich dann Nicole Beutlin nennen.

Kia Ora!

 

Herr der Ringe - Queenstown

Montag, 05.01.2015

Um 8 h startete meine 4,5 stündige Tour zu den vereinzelten Drehorten rund um Queenstown. Unser Guide Earl war ein sehr engagierter Typ und hat uns direkt am 10 Miles Punkt rausgelassen und uns erklärt, dass dort die Szene mit Frodo, Sam und Gollom gedreht wurde, als sie beobachten, wie die Olifanten durch das Tal reiten. Lustig daran ist, dass man die Szene mit den Olifanten in einem anderen Tal gedreht hat.

Anschließend ging es weiter zu zahlreichen Drehorten, Berg Modor, etc. Bei Farmer Jimmy, dessen Land er als "Paradies" benannt hat, wurden viele Filmszenen gedreht. Peter Jackson hatte zuvor einen anderen Farmer um Erlaubnis gefragt, ob er dessen Farmland für einige Filmszenen nutzen dürfte; jener hat jedoch nach ein paar Tagen Bedenkzeit abgelehnt, da er sich die Umsetzung der Tolkien-Bücher nicht vorstellen konnte...tja, er wird sich heute noch grün und blau ärgen.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein leckeres Picknick gemacht und zwar in jenem Waldstück, wo Frodo, Sam und Co sich kurz nach ihrer Flucht aus dem Auenland vor den schwarzen Reitern verstecken.

Ich fand das alles richtig super und ich freue mich darüber, dass ich so viele Live-Drehorte der Filme sehen konnte. Ich bin nun Nicole Beutlin  - Ach, es wurden u.a. auch identische Drehorte von Herr der Ringe, respektive des Hobbits für Narnja und Wolverine gewählt. Tja, Neuseeland läßt eben keine Wünsche offen.

Unser Guide erzählte auch abschließend noch, dass erst vor kurzem ein Filmteam aus der Schweiz in Queenstown war, um entlang des Sees Wakatipu einen Werbesport für ein schweizer Bier zu drehen...seit wann brauen die Schweizer Bier?  - Dies muss ich Mama Google dann fragen.

Am Nachmittag bin ich durch Queenstown geschlendert, habe mich an den Strand gelegt und das Treiben der Gaukler, Stand-up Paddler, Surfer, etc beobachtet und etwas in meinem neu erworbenen Buch über die Drehorte von Herr der Ringe gelesen.

Da mich meine Erkältung immer noch recht fest im Griff hatte, bin ich am Abend wieder recht früh zu Bett, da ja morgen mein Sky-dive-Sprung auf mich wartet....hoffentlich kann ich vor lauter Aufregung schlafen.

Sky Dive

Dienstag, 06.01.2015

Heute, quasi 6 Monate nachdem ich den Sky-Dive in Queenstown in Deutschland gebucht habe, ist es endlich soweit. Um 10 Uhr bin ich am NZ-Sky-Dive-Treffpunkt und wir müssen sämtliche Formulare ausfüllen. Dass ich erkältet bin, verdränge ich, denn von den 10 Menschen, die mit mir im Schulungsraum sitzen, husten und schniefen mindestens die Hälfte.

Nach einem Schulungsvideo geht es mit dem Bus ca 20 min außerhalb von Queenstown. Auf dem Weg dorthin haben wir immer die Remarkables an unserer Seite und ich denke mir, das wird auch ein erinnerungsreicher Tag für mich werden.

Dort angekommen empfängt uns Liane und teilt uns in verschiedene Gruppen auf: Ich bin in Gruppe 18. Sie erklärt uns, dass der Wind gerade sehr zugenommen hat und sich unsere Sprünge zeitlich nach hinten verschieben werden. Egal, damit kann ich leben, so lang ich überhaupt springen darf.

Endlich wurde ich dann aufgerufen und wir bekamen die äußerst schicken Springanzüge, sowie die Mütze und Brille zugeteilt. Danach kam dann mein Tandemmaster und legte mir quasi das Geschirr an....hihihihi..Francesco....ich habe ihm sofort vertraut....was blieb mir auch anderes übrig.

Dann kam Nic, die Fotografin zu mir und sagte, dass sie meinen Sprung filmt und fotografiert. Sie machte ein kurzes Interview, dann zeigte mir Francesco, wie ich mich während des Sprungs zu verhalten habe: like a banana...head back, etc. Dann ging es los. Es waren insgesamt 6 "Paare" + 4 Fotografen sowie der Pilot an Bord. Wir starteten und meine Aufregung hielt sich noch in Grenzen und ich habe die herrliche Aussicht genossen.

Als wir dann 12.000 ft erreicht hatten, öffnete sich die Tür und 5 Paare + 3 Fotografen verließen nach und nach das Flugzeug...ups, war ich wohl die einzige Verrückte, die aus 15.000 ft springt...??? Kann ich das noch ändern??...too late...

Nach ein paar Minuten haben wir dann die 15.000 ft erreicht und es sollte losgehen. Francesco hat mich quasi Richtung Ausstieg geschoben. Nic wünschte uns good luck und wartete am Ausstieg auf uns...oh mein Gott, das schaffe ich niemals...aber dann gab mir Francesco einen Schubs und schwups hatte ich keine andere Wahl mehr, als zu fallen. Die 65 Sekunden Freefall waren wirklich sehr anstrengend, da man kaum Luft bekommt und man mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h fällt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass dies die längste Minute meines Lebens war...Francesco hatte seinen Spaß daran, auch noch Flips mit mir zu machen, also immer schön im Kreis drehen...wenn ich gekonnt hätte, hätte ich ihm die Ohren lang gezogen, damit er dies unterläßt. Aber der Freefall ging auch zu Ende; Nic filmte noch, wie Francesco den Fallschirm öffnete und dann konnte ich wieder durchatmen.

Zu früh gefreut, Francesco dachte wohl aufgrund meines Schweigens, dass ich noch mehr Action bräuchte und fing wieder an, uns ständig im Kreis zu drehen...ok, ich hatte dadurch eine 360° View, oder doch vielleicht 1080°, da es so schnell ging und mir leicht schwindelig wurde.

Selbst diese 5 Minuten vergingen dann sehr schnell und der Boden kam immer näher; schade eigentlich...gerade habe ich mich daran gewöhnt. Die Landung verlief reibungslos und ich war völlig überwältigt bzw bin es immer noch....das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis!!! Nachdem ich meine Klamotten wieder getauscht hatte, bekam ich noch ein T-shirt mit folgender Aufschrift:

"I am not an Angel, but I did fall from the Sky"

Gegen 15 Uhr war ich dann wieder in Queenstown, habe lecker am Hafen gegessen und ein Glas Wein auf mich getrunken. Im Anschluß bin ich dann wieder zum NZ-Treffpunkt gegangen, um mir meine Fotos und das Video abzuholen. Yeah...mein Körper war immer noch voller Adrenalin.

Am Abend habe ich noch die "letzten" Postkarten geschrieben und mich immer noch gefreut, dass ich diesen Sprung gewagt habe!

Doubtful Sound

Mittwoch, 07.01.2015

Heute Morgen ging es um 9 Uhr los Richtung Doubtful Sound. Nach einer unruhigen Nacht mit vielen Träumen, war ich stehend ko und die erste halbe Stunde im Bus habe ich nochmal geschlafen. Ich glaube mein Hirn ist nun so voll von neuen Eindrücken, Erlebnissen und Emotionen, dass ich wohl noch einige Zeit benötige, um diese ganze Reise zu verdauen bzw. komplett zu realisieren.

Nach ca. 2 Std sind wir gegen 11:15 h in Te Anau angekommen. Ein sehr verträumtes und heimeliges Örtchen, gelegen an dem gleichnamigen See, der der zweitgrößte See Neuseelands ist.

Unsere Reise zum Doubtful Sound beginnt in Manapouri, 22 km von Te Anau entfernt. Wir überqueren mit einem Boot den mit vielen Inselchen bestückten Lake Manapouri. Nach ca. 1 Std legen wir an und unsere Reise geht nun mit dem Bus weiter. Dabei überqueren wir den Wilmot Pass zum Deep Cove, wo wir dann unser Schiff für die Fahrt im Doubtful Sound besteigen. Bei dieser Fahrt erleben wir einen impossanten Querschnitt durch die Geographie der Wildnis, einen See, einen Pass und einem Fjord.

Der Doubtful Sound ist der 2. größte der 14 Fjorde des Fjordland Nationalparks. Der größte ist der Dusky Sound. Der Doubtful Sound ist 3 mal so lang wie der Milford Sound und hat sogenannte 3 Arme: Den Hall, Crooked und First Arm. Gleichwohl mißt die tiefste Stelle des Doubtful Sounds 430m.

Nach diesen Informationen und einer Sicherheitseinweisung starteten wir gegen 15 Uhr unseren Trip. Es war sehr beeindruckend und ich bin schon wieder aufs Neue von der Fauna und Flora dieses Landes begeistert...hmmm, ich muss wohl meinen Wortschatz um ein paar weitere Adjektive erweitern....

Gegen 16 h können einige von uns paddeln gehen oder mit dem Motorboot fahren. Da ich ja schon in Coromandel 3,5 Std Kajak gefahren bin, erschien es mir hier auf dem ruhigen Fjord eher zu langweilig (bin ja jetzt Adrenalin-Junkie) und habe mich für die Motorbootfahrt entschieden. Na ja, es war eher ein tuckern, aber sehr lehrreich, da wir sehr viele Informationen über die Tiere des Fjordlandes erhielten. Wir haben auch Robben und Seelöwen gesehen.

Gegen 17:15 h waren alle wieder an Deck und die Crew, zumindest einige der Jungs, haben sich einem "Arschbombenwettbewerb" unterzogen...sehr lustig.

Danach gab es gegen 18 h erst mal einen Snack: 3 verschiedene Suppen bevor es dann um 20 h das große Dinnerbuffett gab: Lachs, Muscheln, Lamm, Rind, Risotto, Pürre, Gemüse, Salate und danach noch ein riesen Dessertbuffett...wie gut, dass ich nicht so auf süße Sachen stehe.

Nach dem Essen war es gerade erst mal 21:30 h...eigentlich meine Zeit, um schlafen zu gehen...Heute waren wir aber alle müde...aber Jessica hat um Mitternacht Geburtstag: unser französisches Küken wird 25

Jedoch haben wir uns alle gegen 23 h zu Bett begeben, nachdem wir noch eine Präsentation über die Fauna und Flora des Doubtful Sounds gezeigt bekommen hatten.

     

Naseby

Donnerstag, 08.01.2015

Happy Birthday liebes Bruderherz, Happy Birthday, liebe Jessica!!!

Nach einer unruhigen Nacht in einem ca 80 cm breiten Bett in einer 4er Kajüte, bin ich freiwillig um 6 h aufgestanden. Das war aber sehr lohnenswet, da ich dann auf Deck den Sonnenaufgang ansehen durfte.

Nach einem ausgewogenen Frühstück sind wir den Fjord Richtung Ableger wieder hoch gefahren. Gegen 8:50 h haben wir ein 5 minütiges Schweigeritual in einer Bucht gemacht. Die Motoren waren aus, man sollte einfach still an Deck stehen und den Lauten der Natur lauschen und auch nicht fotografieren. Ich fand dies sehr ergreifend und hörte sehr viele, fast schon lustige, Vogelgeräusche: iiiieeeeiiiieee...; die Wasserfälle, das seichte Schlagen der Wellen an das Schiff. Aber wie immer gab es unter den knapp 70 Gästen auch einige Vollpfosten, die es nicht lassen konnten, ihrem Egoismus nachzugeben und ständig ihre Kameras, I-Pads, etc zum "Klicken" brachten...na ja, es gibt halt auch einen großen menschlichen Tiergarten unter Gottes Sonne....

Nach ca. einer weiteren Stunde und vielen bleibenden Erinnerungen, haben wir wieder am Ausgangspunkt angelegt, wo bereits der Bus auf uns wartete, um uns wieder zur Fähre zu bringen.

Um 11 h haben wir am Fährableger abgelegt und nach ca. 50 min und quasi genau 24 Std später haben wir wieder unseren Startpunkt dieser Tour erreicht.

Kerry wartete bereits mit dem Bus auf uns, um uns auf den Weg durch das wunderschöne Otago-Gebiet zu machen, wo wir die Überbleibsel des Goldrausches erforschen wollen. Auf unserer Fahrt haben wir innerhalb von knapp 4 Std 3 verschiedene Landschaften gesehen. Es ist unglaublich wie schnell sich das Landschaftsbild verändert. Gestartet im Regenwald, Richtung Queenstown dann wieder die Gletscher und grüne Landschaften und kurz hinter Arrowtown fast vulkanartige, karge Landschaften. Ich fühlte mich fast so, als wäre ich schon auf Fuerte, quasi nur 2 Monate zu früh.

Zu Arrowtown läßt sich sagen, dass dies ein sehr kleiner Ort ist und irgendwo in den späten 1930er stecken geblieben ist. Aber das schöne daran ist ja auch, dass man durch solche Eindrücke selbst auch entschleunigt wird. Nach einem 1 stündigen Aufenthalt ging es weiter Richtung Naseby und wir durchfuhren das schöne Central Otago Gebiet, auch wenn die Landschaft zwischendurch wirklich sehr kahl wirkte.

Naseby erreichten wir so gegen 18 h und mein erster Eindruck war: wow, welcher Western wird denn hier gerade gedreht? Der ganze Ort wirkte wie eine reine Filmkulisse. Unsere Unterkunft war das Royal Hotel, welches erstmalig im Oktober 1863 eröffnete, jedoch aufgrund eines schweren Sturmes in 1865 zerstört, aber auch wieder aufgebaut wurde. Es war eines der Hotels, die vom damaligen Goldrausch profitierten und 1879 wurde der rechte Flügel des Hotels den Frauen zugänglich gemacht, denn ihnen war bis dato kein Zutritt gestattet.

In Naseby gibt es auch einen kleinen Boot- and Watchmaker Shop. Phantastisch! Wir hatten gegen 20 h unser gemeinsames Dinner und danach noch viel Spaß, da die Eigentümer des Hotels sich gegen 22 h zu uns gesellten und uns lustige Geschichten erzählten - Alles in allem mal wieder ein rundum perfekter Tag!

Rangitata

Freitag, 09.01.2015

So, die 36 km Mountainbike-tour stand heute auf dem Programm. Nach dem Frühstück sind wir um 8 h gestartet, um uns die Räder auszuleihen und gegen 8:30 h waren wir alle startklar. Die Tour war jedoch wirklich sehr leicht und man konnte die Landschaft genießen. Viele Schafe passierten unsere Tour und sie schauten immer recht dämlich, so nach dem Motto: wie kann man freiwillig bei knapp 30 Grad morgens um 10 h noch Fahrrad fahren --> stupid Germans

Gegen 11 Uhr hatten wir aber auch dieses Abenteuer erfolgreich hinter uns gebracht und nach einem kurzen Stopp am Supermarkt, sind wir zu einem tollen Strand gefahren, um dort unsere Mittagspause zu genießen. Tja, es hat schon was, wenn man seine Pause am Pazifik verbringen und entspannen kann. Danach geht unsere Fahrt weiter über die Canterbury Plains Richtung Rangitata. Zuvor legten wir aber noch einen Stopp am bekannten Strand Moeraki Boulders ein. Dies sind sind eine Anzahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Konkretionen.

Wir haben auch noch einen einstündigen Stopp in Oamaru gemacht, ein idyllisches kleines Städtchen. 

Unsere Unterkunft in Rangitata ist eine Schaffarm inmitten der Southern Alps. Es war eine traumhafte Gegend und wir wären alle noch gerne länger dort geblieben, doch am nächsten Tag hatten wir wieder eine lange Fahrt vor uns, da wir ja am Sonntag wieder in Auckland sein mussten.

Aber erstmal geht es morgen nach Wellington.

Panoramaflug Picton - Wellington

Samstag, 10.01.2015

6:45 h Abfahrt...im Bus herrschte quasi die ersten beiden Stunden absolute Stille, da wir alle noch recht müde waren. Kurz bevor wir jedoch Christchurch erreichten, kehrten unsere Lebensgeister wieder zurück und es stand uns nun ein Abschiednehmen von einigen Gefährten bevor. Juliette und Lieke haben uns leider in Christchurch verlassen.

Danach ging es weiter Richtung Picton, wo wir dann einen Flug nach Wellington hatten...na ja, einen 20 minütigen Panoramaflug über die Cook Strait und den Marlborough Sound. Meine Kamera war natürlich griffbereit und schwups ein paar Bilder später, landeten wir schon in Wellington. Alles so unkompliziert, wie sagt der Kiwi: sweet as!

Am Flughafen von Wellington traf ich auch Gollom und Gandalf, die an der Decke hingen...tja, es ist nicht zu verleugnen, dass Neuseeland Peter Jackson viel zu verdanken hat, wobei das Land einfach unbeschreiblich ist und ich auch gerne hier bleiben würde!

Abends hatten wir wieder unser Dinner und danach noch Spaß in The Blend...quasi wie 2 Wochen zuvor, als wir das erste Mal in Wellington waren.  Ich denke, dass sogar die Musikreihenfolge diesselbe war.

Auckland

Sonntag, 11.01.2015

6 h aufstehen, frühstücken, 6:45 h Abfahrt in das knapp 700 km entfernte Auckland...und das bei diesem tollen Wetter...tja, zu diesem Tag kann man nicht viel sagen, da wir bis auf die Pistopps im Bus saßen. Aber wir hatten aber auch etwas, worauf wir uns freuen konnten. Kerrys Abschiedsparty am Abend in Auckland. Darauf freute ich mich sehr, zumal auch Carol und Marc zur Feier kommen.

Gegen 16 h war ich dann bereits im Hotel und irgendwie fühlte es sich komisch an...man war nach 24 Tagen allein....

Um 18 h bin dann dann in die Bar in der Fourth Street gelaufen und wir hatten eine schöne Farewell Party für Kerry!!! Thanks for the great time!!! Best guide ever!

Skytower

Montag, 12.01.2015

7:30 h ...wow, ich bin ausgeschlafen, dusche und gehe zum Frühstück. Lecker, lecker, wieder tolle Aussicht auf den Hafen, aber ich vermisse die Gruppe...zumindest einige.

So, dann mal los zum Skytower, den wollte ich heute nämlich noch besuchen und die Aussicht aus knapp 200 m genießen und den einen oder anderen Skytower-Jumper bestaunen. Also lief ich die Queensstreet entlang und irgendwie fühlte ich mich etwas heimisch. Wenn man bedenkt, dass in Neuseeland nur 4,5 Mio Menschen leben und davon knapp 1 Mio auf der Südinsel, da fühlt man sich wirklich schnell sehr, sehr wohl!

Gut, am Skytower angekommen, ging es dann mit dem Aufzug in Windeseile in den 52. Stock, Wahnsinns-Aussicht!!!!

 

Selbst das KPMG-Gebäude fiel mir quasi auf den ersten Blick ins Auge. Schönes Büro, direkt am Viaduct Harbour. Ich war auch so mutig und habe mich auf eine der Glasplatten gestellt...stell' dich deinen Ängsten....yeah, mir haben nicht die Knie wie sonst gezittert. Anscheinend habe ich meine Höhenangst beim Skydiven verloren.

Aufgrund eines technischen Defekts konnte man leider nicht bis zum Sky Deck fahren, also habe ich im 50. Stock noch einen Flat White getrunken und habe mich dann wieder auf den Weg gemacht. Ich wollte ja noch Souvenirs besorgen und um 17 h war ich ja auch schon mit Jessica verabredet. Meine Geschenke waren schnell gefunden und dann habe ich mich noch 2 Std an den Hafen gesetzt und gelesen.

Um 17 Uhr sind Jessica und ich zu einer schönen Bar am Hafen gelaufen und haben noch 2 Stunden zusammen gesessen und uns über unsere Eindrücke der Tour ausgetauscht, herrlich!

Danach bin ich ins Hotel, habe meine Tasche gepackt und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Da ja leider niemand mein Flugticket nach Deutschland haben wollte, selbst nicht mal geschenkt, musste ich also morgen den Heimflug in das kalte Deutschland antreten.

Kia Ora

Dienstag, 13.01.2015

Nochmal ein leckeres Frühstück genießen und einen kleinen Spaziergang am Hafen machen...gesagt, getan! Ich war schon sehr traurig, dass ich heute nach Hause musste.

Gegen 11:30 h kam mein Fahrer und brachte mich an den Flughafen. Tja, sehr viel gibt es nun leider nicht mehr zu berichten, außer dass der Rückflug sehr anstrengend war...kam mir beim Hinflug gar nicht so vor, aber das wird wohl normal sein...wer mag schon Rückflüge?

Home sweet home

Mittwoch, 14.01.2015

Nach 24 Stunden reiner Flugzeit bin ich wohlbehalten im trüben Frankfurt gelandet. Mein Gepäck kam auch prompt und dann wackelte ich Richtung KPMG. Gerade als ich durch den Eingang trat, traf ich auf zwei liebe Kolleginnen, Nena und Marianne! Da habe ich mich sehr gefreut!

Danach bin ich zu Conny und wir haben gemeinsam einen deutschen Kaffee getrunken und schön geplaudert...tja, jetzt merke ich erst, was ich alles vermisst habe.

Mein Auto sprang auch direkt an, obwohl es 29 Tage im Parkhaus stand. Ich bin dann nach Hause gefahren, Wäsche gewaschen, Post sortiert und um 20 h bin ich ins Bett gefallen...immerhin war ich jetzt 48,5 Std auf den Beinen, abgesehen von ein paar Naps im Flieger.

In der Nacht habe ich wieder von Neuseeland und den ganzen Eindrücken geträumt!

In diesem Sinne Kia Ora und ich danke euch allen, die mich hier auf meiner Reise begleitet haben!

Ganz herzliche Grüße und Drücker,

Euer Kiwi Nini