Berichte von 12/2014

Bald geht es los

Mittwoch, 03.12.2014

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

So, heute in zwei Wochen sitze ich bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Kuala Lumpur, wo ich nach einem zweistündigen Aufenthalt weiter nach Auckland fliege. Ich bin schon sehr gespannt und auch aufgeregt, alleine ans andere Ende der Welt zu reisen.

Zunächst werde ich die Nordinsel unsicher machen, also Auckland, Paihia, Opononi, Hahei, Rotorua, Whakahoro, Tongariro Nationalpark und dann nach Wellington. Dann setze ich mit der Fähre in Wellington auf die Südinsel über. Dort stehen dann folgende Orte auf dem Programm: Picton, Abel Tasman, Marlborough Sound, Hanmer Springs, Kaikoura, Franz Josef mit seinem majestätischen Gletscher, Makarora, Queenstown, Doubtful Sound, Central Otago, Rangitata und schließlich wieder zurück nach Auckland.

In diesem Sinne, Kia Ora!

Der Countdown läuft

Donnerstag, 11.12.2014

Hallo Ihr Lieben,

heute in genau einer Woche + 12 STD lande ich gerade in Auckland und werde von einem Fahrer ins Hotel direkt am Waitemata Harbour gebracht. Dort werde ich bestimmt erst mal tief und fest schlafen. Am Freitag, 19.12., habe ich vor, Waiheke Island auf eigene Faust zu erkunden. Dies ist eine Auckland vorgelagerte Insel, die man innerhalb von 35 min mit der Fähre erreicht. Dort angekommen möchte ich eine Inselrundfahrt machen, die mit einem late Lunch auf einem Weingut endet...tja, was will ich mehr.

http://www.aucklandnz.com/discover/waiheke-island?gclid=CJ3HrbWYt8ICFRQJvAodKbYA5A

Einen schönen dritten Advent wünscht Euch

Nini

 

 

Noch 23 Stunden....

Dienstag, 16.12.2014

So, meine Lieben, die Aufregung hat mich nun fest im Griff und ich bin wirklich froh, wenn es morgen losgeht und ich das Abenteuer beginnen kann.

Ich wünsche Euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und nur das Beste für ein grandioses 2015.

Drücker Eure Nini

 

Es kann losgehen Kein Spielzeuggeld

Es geht los

Mittwoch, 17.12.2014

Am 17.12. um 12 Uhr habe ich meine Reise ans andere Ende der Welt angetreten. Zuvor gab es aber noch einen Farewell-Kaffee mit lieben Kolleginnen und dann stiefelte ich zum Terminal 2. Dort angekommen, habe ich mein Gepäck aufgegeben: 16,5 kg....was hatte ich nur alles vergessen??? 10 Tage Robinsoncluburlaub mit 30 kg und 29 Tage Neuseeland mit 16,5 kg...ok, diese Reise wird ja auch keine Modenschau...oder, will see

Tschüßi

Nach genau 11:45 STD bin ich in Kuala Lumpur gelandet und dort hatte ich auch nur 100 min Aufenthalt. Der Flug nach KL war sehr ruhig, super Service; nur an der Landung müßte man noch etwas arbeiten.

KL

Also nochmal Boarding und zu meiner Überraschung sind wir dann nur noch 10,5 STD nach Auckland geflogen. Dort angekommen, war alles auch sehr übersichtlich und meine Ängste, mich irgendwie falsch zu verhalten, lösten sich in Luft auf.

Auckland Airport

Bei der Immigration war alles easy und beim X-ray auch. Mein Fahrer stand dann auch schon mit dem Schild Welcome Nicole Piecha direkt am Ausgang. Ein sehr witziges Kerlchen: fragte mich sofort, ob es das Münchner Oktoberfest noch gibt. Ja, wir Deutschen unterliegen doch so einigen Klischees: Bier, Sauerkraut.... Während er mein Gepäck in den Kofferraum geladen hat, bin ich natürlich prompt auf die rechte Autoseite gelaufen...er kam dann lachend auf mich zu, hielt mir den Schlüssel hin und meinte: you wanna drive?...logo...hier herrscht Linksverkehr...Er fuhr mich dann in mein Hotel, ich checkte ein und versuchte zu schlafen, aber da hätte ich mir lieber mal das Duschen gespart.

Gut, schlafen wird ja auch sowieso überbewertet, also bin ich nach 3,5 STD morgens um 6 Uhr NZT aus dem Bett, Instant-Kaffee gemacht und News im Bett geschaut.

 

  Endlich schlafen

Waiheke Island

Freitag, 19.12.2014

Gut, dass ich mir schon im Vorfeld überlegt hatte, wie ich den heutigen Tag gestalten kann, damit ich mich einigermaßen akklimatisiere. Also, geduscht, um 7 Uhr zum Frühstück, grandiose Aussicht auf den Hafen, zum Abholpunkt der Tour gelaufen, NZ Cancer Sonnenschutz gekauft und ab zur Fähre, die mich nach Waiheke Island gebracht hat. Vor Ort hatte ich noch eine 90 minütige Rundfahrt gebucht, die sich wirklich gelohnt hat. Gleichwohl war ich so von der Landschaft, den Häusern, Weinbergen, ja selbst von den Wolken beeindruckt, dass ich die restlichen 27 Tage auch super hätte hier verbringen können. Zu Mittag waren wir auf einem Weingut, dort gab es einen Savignon aus Waiheke....lecker

Ausblick beim Frühstück 

Nachmittags war ich alleine in Oneroa am Strand und habe dort ein late Lunch zu mir genommen...ok einen Chardonnay von der Südinsel, Marlborough Sound, habe ich mir auch noch gegönnt, also ich freue mich jetzt schon sehr, wenn unsere Tour dort stoppt

Nach einem kleinen Powernap am Strand bin ich die 3 km zur Fähre nach Matiatia gelaufen und um 17:30 h war ich auch wieder wohlbehalten in Auckland.

Nun stellte sich mir nur noch eine wichtige Frage: Wie werden meine Gefährten sein, die ich morgen treffe??

Kia Ora, Nini

 

         

Die Tour beginnt.

Samstag, 20.12.2014

11 Freunde sollt ihr sein...und wir waren 12. Ein Paar aus Indien und sonst nur Alleinreisende aus Frankreich, Niederlande, USA und Deutschland.

Unsere erste Station war im Museum für Kauri-Bäume inkl. des Parry Kouri Parks. Dort ist ein Baum ca 1.500 Jahre alt und somit noch grün hinter den Ohren. Wir sind dann durch den Park gelaufen, wobei ich mich zwischenzeitlich fragte, ob ich nicht aus Versehen im Dschungelcamp gelandet bin?

KauriDschungelcamp

Es ist sehr beeindruckend wie sich die Fauna hier entwickelt.

Weiter ging es dann nach Matakana zu einem wöchentlichen Farmer Market. Dort gab es alles, was das Herz begehrt, Leckereien von A-Z, Life-Musik. Daran kann sich der Friedberger Markt mal ein Beispiel nehmen.

Nach einer Stunde sind wir dann weiter Richtung Whangarei gefahren, um dort unsere Mittagspause zu machen. Whangarei ist die nördlichste Stadt Neuseelands und nicht wirklich groß. Nach 30 min ging es auch schon weiter nach Kawakawa, um die Toiletten von Hundertwasser anzuschauen, der 1974 nach Neuseeland ausgewandert ist und dort im Jahre 2000 auch beerdigt wurde.

Nach diesem kurzen Foto- oder auch Pistopp ging es zu unserem heutigen Tagesziel: Paihia, Bay of Island. Laut einer Legende haben dort die ersten Einwohner, die Maori, gelebt. Mythen zufolge haben sie Hawaikee in den Jahren 900-1.200 besiedelt und waren Kannibalen...und angeblich ist der letzte Kannibale erst vor 100 Jahren verstorben.

In Paihia angekommen sind wir dann mit der Fähre nach Russel gefahren und haben die Insel erkundet, was wirklich nicht viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Abends hatten wir ein gemeinsames BBQ und nach dieser 3. Nacht in NZ, hatte ich mein Jetlag auch überwunden.

 

          

Opononi

Sonntag, 21.12.2014

Mein Tag startet nach einem deftigem Frühstück mit einer 4,5 stündigen Bootsfahrt in Bay of Island, wo wir auch Delphine sehen und durch das hole of the cave fahren. Uns ist auch ein einstündiger Aufenthalt in Otaeke Island gegönnt.

Um 14 Uhr brechen wir dann auf, um zu den Haruru Falls zu fahren, um dort einen kurzen Fotostopp einzulegen. Danach geht es weiter nach Opononi, wo wir von einer Mauri-Dame namens Middy empfangen werden und ein herrliches Hotel beziehen. Wir haben direkten Blick auf den Pazifik.

Am Abend habe ich an einer geführten Tour mit Middy teilgenommen, die uns durch einen riesen großen Kauri Wald führte, wo wir auch den Vater des Waldes (Te Matua Ngahere), einer der ältesten Kauri-Bäume, bewundern konnten.

      

Sanddünen-Boarding - Auckland

Montag, 22.12.2014

Um 08:45 h geht es los und wir fahren zu unserem Treffpunkt, wo wir mit einem Boot zu den Sanddünen gefahren werden. Das wird ein Spass, zumal gerade nicht Ebbe ist, und wir somit mit aller Wahrscheinlichkeit im Wasser landen werden.

Es macht riesig Spass und unsere Jungs aus der Gruppe wollen natürlich im Wasser landen...eine Frage der Ehre

Danach sind wir weiter zum Kai Iwi Lake gefahren und haben dort schön gebadet und konnten chillen, bevor wir die 3 stündige Rückfahrt nach Auckland angetreten sind.

Wir hatten noch ein gemeinsames Abendessen und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.   

 

Coromandel-Hahei

Dienstag, 23.12.2014

Heute geht es um 07:45 h los und wir machen uns auf den Weg zur Coromandel Halbinsel. Dort ist der schöne Strand, Cathedral Cove, ein beliebtes Motiv auf Werbeplakaten für Neuseeland. Zuvor machen wir jedoch noch eine 1,5 stündige Pause am Hot Water Beach. Hier kann man sich sein eigenes Thermalwasserbecken buddeln. Die Wassertemperatur beträgt ca. 70 Grad und die Fluten des Pazifiks sind eine gute Abkühlung. Allerdings war es dort so überlaufen, dass wir leider gar keine Chance hatten, unser eigenes "Loch" zu buddeln.

In Coromandel angekommen bin ich direkt zum Kayak fahren gegangen. Die Tour dauerte 3,5 STD und wurde von Hayden geleitet...tja, ein fescher Bub. Leider habe ich keine Orkas oder Delphine gesehen, aber es war trotzdem klasse. Ich bin am Anfang mit Jay aus Seattle gefahren. Später haben wir dann auch noch in Coromandel angelegt und eine Kaffeepause eingelegt.

Als ich wieder zurück zur Gruppe kam, war bereits das Abendessen angerichtet. Wir hatten ein super leckeres BBQ.

      

Hobbiton - Maori

Mittwoch, 24.12.2014

Heute fahren wir bereits um 7:30 h los, um unser Tagesziel Rotorua gegen Mittag zu erreichen. Auf dem Weg dorthin fahren wir auch durch Matamata, der Heimat der Hobbits und ich bin schon in freudiger Erwartung auf meine heutige Hobbiton-Tour, die um 13 Uhr beginnt.

Um 13 Uhr holt mich der Tourbus von Hobbiton ab und es geht Richtung Matamata. Auf der Fahrt dorthin habe ich eine Backpackerin aus den Niederlanden kennengelernt, Ilona, die für 5 Wochen allein durch das Land reist. Wir sind dann zusammen durch Hobbiton gelaufen. Es ist sehr beeindruckend auf welch kleiner Fläche das Auenland dargestellt ist und wie riesig es im Film wirkt. Es gibt sogar Bäume dort, die nicht echt sind, da Peter Jackson genaue Vorstellungen davon hatte, wie etwas farblich auszusehen hat. So wurden z.B. einzelne Baumblätter mit einem extra angemischten Grün bepinselt...unglaublich oder? Am Ende der Tour sind wir noch in "The Green Dragon Inn" eingekehrt und haben ein Ale aus einem Steinkrug erhalten. The Green Dragon Inn ist die Lokalität, wo Frodo und seine Gefährten nach ihrer Flucht aus dem Auenland, Zuflucht finden und auf Gandalf treffen. Aber Lord of the Ring-Fans wissen das sicherlich.

Nachdem ich gegen 18:15 h wieder in Rotorua angekommen bin, blieb mir nur kurz Zeit, mich von diesen neuen Eindrücken zu erholen, denn das nächste Highlight stand schon vor der Tür: Ein Besuch bei den ortsansässigen Maori des Tamaki Villages. Unser Busfahrer, ein Maori, holt uns am Hotel ab und beginnt unsere Tour, indem er uns einige Begriffe der Maori-Sprache beibringt. Danach erklärt er uns, dass sein Bus unser Schiff und er der Kapitän ist und wir das Schiff mittels rundern fortbewegen müssten. Er hebt die linke Hand, die linke Seite des Busses auch, was einen linksseitigen Ruderschlag darstellen soll. Dasselbe gilt natürlich auch für die rechte Seite. Das Resultat ist sehr lustig: Unser Schiff hüpft dank Bremse-Gas-Bremse die Straße entlang, aber natürlich nicht die gesamten 20 km zum Maori Village.

Dort angekommen werden wir mit einem "Powhiri" willkommen geheißen. Anschließend genießen wir ein "Hangi-Dinner", wo das Fleisch traditionell auf heißen Felsen in der Erde gekocht wird. Vor dem Essen wurden uns noch traditionelle Tänze vorgeführt und zum Schluß wurde "Stille Nacht" gesungen. Das hat mich dann sehr berührt und somit mußte ich dann auch ein paar Tränchen fließen lassen.

Gegen 22:15 h ging es dann wieder Richtung Hotel. Aber die Busfahrt war so lustig: "unser" Maori stimmte Lieder an wie "Old Mc Donald, Jingle Bells, etc. Das Beste war jedoch, dass er kurz vor dem Einfahren in einen Kreisel das Lied "von den Blauen Bergen kommen wir" anstimmte und wir 6 Runden in dem Kreisel fuhren, also während der Liedpassage: singing ya ya yippieh yippieh ya, singing..., so funny, herrlich!

Gegen 23 h bin ich glücklich zu Bett gegangen und habe von den Eindrücken des Tages geträumt!

Kia Ora!

        

      

Blue Duck Lodge

Donnerstag, 25.12.2014

Nach einem herzhaften Weihnachtsfrühstück sind wir um 8 Uhr zunächst zu den Heißwasserquellen gefahren. Die Waiotapu Thermalquellen sind ein Gebiet mit geothermischer Aktivität. Auch wenn Waiotapu in der Sprache der Maori das heilige Wasser bedeutet,darin hätte ich nicht unbedingt baden wollen.

Danach geht es weiter zu den Huka Falls. Die Huka Falls sind eine Kaskade von Wasserfällen des Waikato River unweit seines Ursprungs im Lake Taupo, an welchem wir natürlich auch vorbei gefahren sind. Dieses Land ist so faszinierend, unglaublich.

Lake Taupo

Unsere knapp 3 stündige Reise führt uns zu unserer heutigen Unterkunft nach Whakahoro zur Blue Duck Lodge, die mit einem Umweltpreis ausgezeichnet ist. Um 14 Uhr beginnt unsere Buschsafari und wir starten mit 3 Quads. Wir erkunden das Gebiet rund um die Farm, bekommen die einheimische Fauna und Flora erklärt und unsere sehr rasante Tour endet an einem wunderschönen Wasserfall. Von dort wollen wir zum Fusse des Wasserfalls laufen. Der Weg dorthin ist sehr steil, führt uns über eine schmale und schlüpfrige Treppe, aber der Weg und die Strapazen haben sich mehr als gelohnt. Am Fusse des Wasserfalls werden wir mit einer tollen, grandiosen Aussicht begrüßt und nicht zuletzt mit einem Christmas-bier...das nenne ich mal eine Flasche Bier, sie hatte einen Inhalt von 745 ml...wir haben sie natürlich geteilt, denn sonst wären wir gar nicht mehr in der Lage gewesen, den Aufstieg zu unseren Quads zu bewältigen.

Gegen 16:30 h waren wir wieder auf der Farm und ich habe dann dort noch einen Rundgang gemacht. Ab 19 Uhr findet unser Christman BBQ und unser Gruppenwichteln, secret Santa, statt.

Frohe Weihnachten!!!

               

      

Tongariro Alpine Crossing

Freitag, 26.12.2014

Heute Morgen verlassen wir die Blue Duck Station bereits um 7:00 Uhr und es geht zu den Vulkanen des Tongariro Nationalparks. Zusammen mit Athena aus Conneticut, USA, habe ich die Tongariro Alpine Crossing Tour gemacht. Wir sind im dicksten Nebel gestartet und hatten leider keine Aussichten, die wir genießen konnten. Als wir die Devil Stairs überwunden hatten, ca 30 min nur Treppen steigen und das ganze so etwas von steil....ohne Worte, wußte ich, dass ich mich am nächsten Morgen kaum mehr bewegen könnte.

Jedoch die Mühe hat sich wieder mal wieder gelohnt und gegen 12:15 h erreichten wir den Mt. Doom, bekannt als Schicksalsberg aus Herr der Ringe. Es war so beeindruckend, denn als wir die Vulkanebene erreicht hatten, hatte die Sonne so viel Kraft entwickelt, dass sich innerhalb von Sekunden der ganze Nebel lichtete und uns dieser phänomenale Anblick geboten wurde! Athena und ich haben vor Freue gejubelt; so hatte sich die Quälerei und das 2 stündige Wandern im Nebel doch noch gelohnt! Und die Sonne sollte uns auch den ganzen weiteren Tag begleiten. Nach jeder Ebene folgt auch leider wieder ein Anstieg...über Geröll und dies war alles andere als einfach. Auch dieses Durchhalten hatte sich wieder gelohnt: the Red Crater --> phantastisch! Dort oben haben wir ca. 10 min Pause gemacht und einen Teil unseres Lunch-Pakets verspeist. Gut, weiter geht's und wie Athena immer sagte, wenn sie kurz vorm Aufgeben war: this is character building!

Weiter ging es dann zu den Emirald Lakes, in deren Nähe sich auch schwefelhaltige Geysire befinden. Der Gestank war sehr gewöhnungsbedürftig! Also schnell Photos machen und uns in Richtung des großen Blue Lakes machen. Leichter gesagt als getan: Der Weg führte bergab über ein Gesteinsfeld. Sicherer Stand war hier nicht möglich. So sind wir quasi seitwärts das ca 500 Meter lange Gesteinsfeld runtergerutscht, immer darauf bedacht, nicht hinzufallen. Als wir dies dann auch geschafft hatten, ging es ausnahmsweise mal für einen km nur geradeaus, sehr erfreulich für uns. Jedoch bevor wir den grandiosen Anblick des Blue Lakes genießen durften, mußten wir wieder ca 10 min ein Geröllfeld hochklettern. Ich kam mir mittlerweile schon wie eine Gemse vor, respektive wäre ich gerne eine gewesen...aber wie war das nochmal mit dem character building...

Auch diese Hürde haben wir gemeistert und erfreuten uns dann an dem tollen Anblick. Von Verweilen war jedoch nicht die Rede, wir kämpften gegen die Zeit, denn wir hatten nur 7 STD Zeit für die 19,4 km. Da wir jedoch auch Photos machen wollten bzw. gemacht haben, hatte dies zur Folge, dass wir sehr gut zu Fuss waren und sämtliche Wanderer auf dem Abstieg überholten. Sie müssen sich bestimmt gedacht haben, dass wir auf der Flucht sind. Auf jeden Fall hatten wir unvergeßliche Momente und Eindrücke und die letzen 4 km durch den Busch zogen sich wie Kaugummi, unsere Füße brannten wie Feuer, unsere Beine spürten wir kaum noch aber wir haben es geschafft: nach 6, 45 STD haben wir das Ende des Tangariro Nationalparks erreicht!!! Mein Fazit daraus: Wenn ich das geschafft habe, schaffe ich auch alles andere!

 

Unser Fahrer brachte uns dann zurück ins Hotel und ich muss gestehen, ich habe mich noch nie so sehr auf eine heiße Dusche gefreut wie in diesem Moment. Gesagt, getan. Dann hatten wir noch ein gemütliches Abendessen aber danach bin ich um 20:30 h total erschöpft zu Bett und habe bis zum nächsten Morgen um 7:00 h geschlafen wie ein Stein! Mega-toller Tag! Diese Tour wird als Neuseeland's beste Tageswanderung deklariert. Da ich keinen Vergleich habe und ich total beeindruckt war, lass ich dies einfach mal so stehen.

                                

Wellington

Samstag, 27.12.2014

Vom Tongariro Nationalpark geht es heute weiter nach Wellington. Unterwegs machen wir wieder verschiedene Photostopps. Unter anderem passieren wir auch eine Ortschaft namens "Levin". Unser Guide sagt: the best of Levin is leaving...wie war das nochmal mit Offenbach und Frankfurt?

In Wellington angekommen bin ich zum Mt. Victoria gefahren, wo man einen 360° Überblick auf ganz Wellington hat. Traumhaft! Die Hauptstadt Neuseelands wird auch als Stadt der Winde bezeichnet, dies kann ich sehr wohl und zweifelsfei bestätigen...gut, dass ich keinen Rock anhatte.

Im Anschluß an Mt. Victoria bin ich noch am Hafen entlang gelaufen, habe kurz das Te Papa Nationalmuseum besucht und mich dann in ein Café gesetzt, um die Aussicht auf den Hafen bei einem Glas Savignon Blanc zu genießen.

Um 19 Uhr haben wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen getroffen, denn bis auf 6 Leute, endete diese Tour für den Rest der Gruppe.

Unser neuer Guide, der uns auf der Südinsel begleitet, kam auch vorbei und stellte sich vor: Uncle F*** F***. Ich bin ja selten sprachlos, aber jetzt war ich es. Er hat auch am 28.12. Geburtstag und uns schon gesagt, dass wir dann eine richtig große Party machen...oh je, oh je.

Wir hatten noch einen richtig tollen, illustren Abend, viel getanzt, gelacht und uns wohlgefühlt.

In diesem Sinne Kia Ora, ich melde mich von der Südinsel wieder.

           

Abel Tasman Nationalpark

Sonntag, 28.12.2014

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Um 6:30 h ging es Richtung Fähre und um 8:00 h haben wir abgelegt und uns auf den Weg über die Cook Strait nach Picton gemacht. Kerry, unser neuer Tour Guide, wurde von seiner Schwester Carol und deren Mann Marc begleitet. Beide sind sehr herzliche und symphatische Menschen und wir hatten interessante Gespräche, so dass die 3,5 stündige Überfahrt wie im Flug verging.

In Picton angekommen haben wir noch ein neues Paar mit an Bord genommen: Swatty und David.

Da das letzte Glas Wein schon länger als 12 STD her ist und wir durch das Marlborough-Gebiet fahren, haben wir noch an einer Weinverköstigung teilgenommen. Das Weingut lag inmitten der wunderschönen Landschaft, die Sonne schien und für mich war alles perfekt. Doch die Reise musste weitergehen, da wir am späten Nachmittag im Abel Tasman Nationalpark sein wollten. Also wieder in den Buss und weiter ging es. Unterwegs machten wir noch einige Photostopps und gegen 16 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft: "The Barn", eine sehr schöne Unterkunft, v.a. die Duschen. Beim Duschen konnte man auf den Pazifik schauen, vorausgesetzt man war größer als 1,65m...da hatte ich aber nochmal Glück gehabt.

Um 18:00 h haben wir dann ein BBQ gemacht, welches wie immer sehr lecker war und es Unmengen an Fleisch und Salaten gab.

Gegen 19:45 h bin ich dann mit Kerry, Carol, Marc, Jaz und Kerry's Cousin zu seiner Geburtstagsfeier gegangen. Jene wurde im Garten der Besitzer des Barns veranstaltet. Dort stand auch ein riesiges Tipi-Zelt, ein riesen Banner begrüßte das Geburtstagskind und eine Menge Photos wurden aus seiner 12 jährigen Tätigkeit als Tour Guide präsentiert. Es gab sehr emotionale Reden, einige Shots und ausreichend BBQ und Kuchen. Es war sehr schön, dass Carol mich dazu eingeladen hatte, denn so habe ich einen wirklichen 50. Kiwi-Geburtstag mitfeiern dürfen! Great staff!

            

Segeltrip

Montag, 29.12.2014

Da wir ja erst vor 3 Tagen die Tongariro Alpine Crossing Tour gemacht haben, habe ich mich für einen ganztägigen Segeltrip entschieden. Dies war sehr erholsam und eindrucksvoll. Wir sind die Küste des Abel Tasman Nationalparks entlang gesegelt und haben viele Seelöwen, Seeadler und die Felsen "Broken Rocks" gesehen. Gegen Mittag haben wir eine Stunde am Strand von Anchorage Beach verbracht, bevor wir dann wieder die Heimreise angetreten sind.

Zum Dinner sind wir dann in "The Burger" gegangen....so große Burger habe ich noch nie gesehen. Und da ich weder Kamera noch Handy dabei hatte, bleibt dies undokumentiert.

         

Hanmer Springs

Dienstag, 30.12.2014

Gegen 9:00 h haben wir The Barn verlassen und uns stand ein erneuter langer Reisetag nach Hanmer Springs bevor. Wir haben dabei den Kahurangi und Nelson Nationalpark durchquert und am Nelson Lake unsere Mittagspause verbracht. Ein sehr idyllischer Ort, einfach mal wieder traumhaft!

In dem See tümmelten sich auch viele Aale...

Auf dem Weg nach Hanmer Springs haben wir wieder verschiedene Photostopps gemacht, bevor wir gegen 16:30 h in Hanmer Springs angekommen sind. Dies ist ein sehr kleines verträumts Dorf und unsere Unterkunft war genial.

A view from the loo...

Und aus der Küche hatte man auch einen atemberaubenden Ausblick, da würde selbst mir das Abwaschen Spass machen.

Gegen 19 Uhr sind wir dann in die Hot Pools gegangen; puuh, manche haben aufgrund des hohen Sulfatsgehalts soooo gestunken...aber es hat sehr gut getan.

http://hanmersprings.co.nz/

Im Anschluss haben wir alle noch zusammen gesessen und Geschichten ausgetauscht...sehr lustige Geschichten, die in der Gruppe bleiben...ich sag nur Drop Box.

 

 

Kaikoura

Mittwoch, 31.12.2014

Der letzte Tag des Jahres hat begonnen und wir haben uns auf den Weg nach Kaikoura gemacht. Dort hat man die Gelegenheit viele Delphine, Robben, Wale und Albatrosse zu sehen. Ich hatte mich ja bereits für das Delphinschwimmen angemeldet und da das Wetter sehr stürmisch war, habe ich die ganze Zeit gebangt, dass die Tour noch abgesagt wird. Aber um 12:00 h kam der erlösende Anruf, dass die Tour stattfindet, allerdings sollte man sehr seefest sein, da die Wellen zum Teil beim Schwimmen im Pazifik bis zu 2 m hoch werden könnten....egal, das schaffe ich...es war atemberaubend und es war wirklich sehr, sehr anstrengend bei solchen Voraussetzungen zu schnorcheln und die Delphine zu beobachten. Aber sie kamen meist in 3-4 er Gruppen, sind um uns Schwimmer herum geschwommen und haben uns neugierig beobachtet. Einer von ihnen war ganz engagiert und machte gleich 3 Flips hintereinander...herrlich! Von diesem Erlebnis werde ich noch lange, wenn nicht ein lebenlang, zehren! Unbeschreiblich.

Gegen 16:30h erreichten wir dann wieder den Hafen von Kaikoura. Obwohl ich dermaßen durchgefroren war, war ich immer noch völlig überwältig, meinen Adrenalinwert hätte ich in diesem Moment nicht wissen wollen.

In unserer Unterkunft angekommen, habe ich erstmal heiß geduscht und gegen 18:30 h haben wir uns alle getroffen, um gemeinsam zu essen und Silvester zu feiern. Wir hatten eine tolle, lustige und kurzweilige Zeit und gegen 2 Uhr früh bin ich dann zu Bett, denn die nächste Tour sollte bereits um 06:30 h starten...gähn...